Sichere Wege in Kita und Schule: Zähringen

Im Dezember hat unsere Stadträtin Nadyne Saint-Cast zur Ortsbegehung in Zähringen eingeladen. In einer Anfrage machen wir der Stadtverwaltung jetzt Vorschläge für bessere, sicherere Wege zu KiTa und Schule:

Fraktionsanfrage nach § 24 Abs. 4 GemO außerhalb von Sitzungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 13.12.2018 fand im Beisein des Verkehrsbürgermeisters Prof. Dr. Martin Haag im Stadtteil Zähringen ein Vor-Ort-Besuch grüner Gemeinderät*innen zum Thema „Sichere Wege in Kita und Schule“ statt.

Stadträtin Nadyne Saint-Cast

Bei dieser Begehung waren eine Vielzahl an Kitas sowie die Tullaschule durch Erzieher*innen und Eltern vertreten. Diese haben rund um die Zähringer-, Hornus-, Offenburger-, Rastätter- und Karlsruher Straße gefährliche Verkehrsstellen für Kinder aufgezeigt sowie nachfolgende Forderungen und Lösungen formuliert:

  1. Flächendeckend Tempo 30 auf der Zähringer Straße
    An der Zähringer Straße befinden sich acht Kindertagesstätten, eine Seniorenwohnanlage und ein Quartierstreff. Die Zähringer Straße ist als B3 eine stark befahrene Straße, auch mit LKW-Verkehr. Hinzu kommt, dass es nur zwei Fuß- und Radübergänge an den Straßenbahnhaltestellen Hornus- und Tullastraße gibt. Angesichts dessen, dass viele Kitas keinen eigenen Garten haben, überqueren zahlreiche Kinder und Betreuer*innen die Zähringer Straße täglich, um in den Zähringer Park zu gelangen.
    Eine flächendeckende Tempo-30-Anordnung auf der gesamten Zähringer Straße würde für die anliegenden sozialen Einrichtungen die Sicherheit erhöhen sowie Lärm und Abgase reduzieren.
  1. Einen sicheren Fuß- und Radübergang in Höhe Zähringer-/Hornusstraße umsetzen
    Der bestehende Übergang ist viel zu schmal, um mit Kinderwägen, Kindergruppen und Kinderfahrradanhängern die Zähringer Straße zu überqueren. Hinzu kommt, dass die Ampelschaltung nicht aufeinander abgestimmt ist, so dass die Kindergruppen auf einer viel zu schmalen Verkehrsinsel zwischen Straßenbahn und Straße eingequetscht sind. Dies ist insbesondere für die Kitagruppen, die täglich in den anliegenden Zähringer Park gehen, sehr gefährlich.
  1. Sicheren Fußgängerübergang an der Wendeschleife Hornusstraße in Richtung Offenburger Straße umsetzen
    Die Situation ist angesichts dessen, dass es keinen Fußgängerübergang gibt und der Verkehr durch Autos und Straßenbahn von mehreren Richtungen kommt, für Kinder sehr unübersichtlich und damit gefährlich.
  1. Offenburger- und Rastätter Straße: drei Verbesserungsvorschläge
    Das Parken von PKW auf Gehwegen sollte weitgehend verhindert, eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt sowie sichere Fußgängerübergänge für die Schulkinder der Tullaschule geschaffen werden. Parkende Autos führen vielfach dazu, dass die Schulkinder der Tullaschule schlechte Sicht haben und die Überquerung der Straße schwer möglich ist.
  1. Bannmeile für Autos vor Schulen
    Es wurde zudem die Idee genannt, nach dem Vorbild von Wien und Osnabrück eine generelle Bannmeile für Autos vor Schulen einzuführen. Eine Möglichkeit ist, diese mit versenkbaren Straßen-Pollern zu den Schul-Stoßzeiten morgens und mittags abzusichern.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Interesse der Sicherheit der Kinder bitten wir Sie, die genannten fünf Problemfelder samt der benannten Verbesserungsvorschläge durch die zuständigen Fachdienststellen überprüfen zu lassen.

Wir wären Ihnen für eine baldmögliche Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Entschärfung der beschriebenen Gefahrenstellen dankbar, seien es die oben dargelegten oder sonstige von den städtischen Experten als geeignet identifizierte Möglichkeiten. 

Mit freundlichen Grüßen

Für die Fraktion B‘90/DIE GRÜNEN

Nadyne Saint-Cast
stv. Fraktionsvorsitzende

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