Stadtrat Eckart Friebis

Stadtrat Eckart Friebis (Bild: Britt Schilling)

30-jähriges Dienstjubiläum

Eckart Friebis seit 1986 grüner Fraktionsgeschäftsführer

Pressemitteilung von B90/Grüne vom 23.08.2016

Dieser Tage hat er dreißigjähriges Dienstjubiläum: Am 01. September 1986 war der erste offizielle Arbeitstag von Eckart Friebis als Fraktionsassistent der damaligen grünen Gemeinderatsfraktion, seit 1989 ist er deren Geschäftsführer.

Gemeinsam mit seiner derzeitigen Kollegin in der Geschäftsführung, Stadträtin Birgit Woelki, organisiert und koordiniert Friebis seit nunmehr drei Jahrzehnten die interne und externe Arbeit von bislang sieben grünen Freiburger Gemeinderatsfraktionen in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den jeweils amtierenden Fraktionsvorständen.

Seine langjährigen Erfahrungen als gewählter Stadt- und Regionalrat stellen dabei eine wertvolle Ergänzung und Unterstützung dar, um die vielfältigen Aufgaben an dieser Nahtstelle zwischen Kommunalpolitik, Stadtverwaltung, Bürgerschaft und Medien sachkompetent und effizient wahrnehmen zu können.

Eine grüne Vita

Geboren 1956 in Freiburg, wuchs Friebis in Haslach im Kinzigtal auf und ist seit 1976 wieder in seiner Geburtsstadt wohnhaft. Dort hat er auch an der Albert-Ludwigs-Universität sowie an der Pädagogischen Hochschule studiert und sein Unistudium mit dem Magisterexamen in Geographie und Ethnologie abgeschlossen.

Bereits Anfang 1983, zu Zeiten der Waldsterbensdebatte und in direkter Reaktion auf den knappen erstmaligen Einzug der GRÜNEN in den Bundestag, war Friebis den Freiburger GRÜNEN beigetreten und engagierte sich von Beginn an vor allem für eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik. So arbeitete er im ‚AK Kommunales’ der verstorbenen grünen Altstadträtin Emilie Meyer, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, sowie der damals noch vierköpfigen grünen Gemeinderatsfraktion als umweltpolitischer Berater zu.
Zusammen mit Stadträtin Meyer vollbrachte er unter laufenden Motorsägen auch die erste erfolgreiche Freiburger Baumbesetzung im Jahre 1986, als eine stattliche Baumgruppe in der Haslacherstraße gefällt werden sollte, weil sie angeblich dem Anliegerverkehr im Wege stand.

Bei der Gründung des ersten Umweltschutzamtes einer baden-württembergischen Großstadt im gleichen Jahr sowie der Einrichtung des ersten Freiburger Umweltdezernates im Jahr 1990 mit dem grünen Bürgermeister Dr. Peter Heller an der Spitze, war er maßgeblich beteiligt.

In allen acht grünen Fraktionen, die es bislang im Freiburger Gemeinderat gab, hat er zusammen mit einigen Dutzend wechselnder GemeinderätInnen zahlreiche grüne Inhalte in der lokalen Kommunalpolitik voran gebracht.

Seit 1984 durchgehend bis heute war Friebis zudem erst stellvertretender, ab 1989 dann Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion im Regionalverband Südlicher Oberrhein, die aktuell aus dreizehn RegionalrätInnen besteht.

Bei den Kommunalwahlen 1989 wurde er erstmals auch selbst in den Freiburger Gemeinderat gewählt, dem er seither ununterbrochen mit fünfmaliger Wiederwahl angehört. Bei der Kommunalwahl 2004 war Friebis Stimmenkönig unter den gewählten männlichen Stadträten. Sein Hauptaugenmerk im Stadtparlament gilt der Bau-, Umwelt-, Stadtentwicklungs- und Regionalpolitik und insbesondere dem Klimaschutz.

Im gemeinderätlichen Bauausschuss ist er mit 27 Jahren durchgehender Zugehörigkeit längst das dienstälteste Gemeinderatsmitglied. Seit vielen Jahren gehört er auch dem Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau und des regionalen Energie- und Umweltdienstleisters badenova an.

Wesentliches politisches Ziel ist für Friebis die institutionelle Verankerung nachhaltiger Grundsätze in das alltägliche Verwaltungshandeln. Am wirkungsvollsten geschieht dies für ihn mittels der Entwicklung konkreter, konsequent und kontinuierlich anzuwendender Vorgaben sowie verbindlicher Verwaltungsverfahren, die vom Gemeinderat beschlossen werden:

So war er maßgeblich an der Einführung der Umweltverträglichkeitsprüfung in der Bauleitplanung, der Erstellung des Freiburger Einzelhandels- und Zentrenkonzepts oder dem Erlass der baulandpolitischen Grundsätze und deren Umsetzung über städtebauliche Verträge beteiligt. Oder an der jährlich im städtischen Haushalt verankerten Bereitstellung von 25% der Einnahmen aus der Konzessionsabgabe der badenova für zusätzliche kommunale Klimaschutzmaßnahmen – was pro Jahr 2,5-3 Millionen Euro entspricht.

Auch die Entwicklung der beiden großen Stadtteile Rieselfeld und Vauban hat er von Anfang an in vielen Dutzend Sitzungen der zuständigen gemeinderätlichen Arbeitsgruppen mit geprägt. Heute engagiert er sich erneut bei den Planungen zum neuen Stadtteil Dietenbach.

Die grüne Fraktion bedankt sich bei ihrem Geschäftsführer und Stadtratskollegen Eckart Friebis für 30 Jahre engagierte Arbeit und wünscht weiterhin viel Freude und gemeinsame Erfolge in der spannenden Freiburger Kommunalpolitik.

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