Elektromobilitätskonzept für Freiburg kommt

Beitrag im Amtsblatt vom 24.11.2017

Die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsstrategien auf allen politischen Ebenen ist nicht nur aus Klimaschutzgründen unabdingbar. Ein wichtiger Mosaikstein hierzu ist auch der schrittweise Umstieg auf Elektromobilität.

Im September hatten wir eine Anfrage an die Stadtverwaltung zu Stand und Zukunft der Elektromobilität in Freiburg gestellt, deren Beantwortung nun vorliegt.

Die Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran und stellt bis Jahresende ihren insgesamt erheblich abgespeckten Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge um:  53 (statt bislang 6) oder 75% aller verbleibenden 70 Dienst-PKW werden Elektrofahrzeuge sein. Diese können an sechs Stationen, darunter zwei Schnellladestationen am Innenstadtrathaus und am neuen Rathaus im Stühlinger, mit Ökostrom betankt werden. Zuvor war schon der städtische Botendienst vollständig auf Fahrradkuriere, teilweise auch mit E-Antrieb, umgestellt worden.

Mehr Stromtankstellen nötig

Zu Anzahl und Standorten der öffentlich zugänglichen Ladestationen liegen bei Stadt und badenova mangels einer Meldepflicht keine verlässlichen Daten vor. Die Aussagen der einschlägigen Internetportale sind unterschiedlich, teilweise widersprüchlich. Badenova selbst unterhält beim Firmensitz in der Tullastraße und beim Mediamarkt in der Bettackerstraße zwei Ladestationen. Weitere sind geplant, wobei E-AutonutzerInnen  eigene Standortvorschläge einbringen können.

Auch wenn laut badenova private E-Autos derzeit zu 85% zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden – wo die Fahrzeuge ohnehin längere Zeit stehen – sind aus unserer Sicht weitere öffentlich zugängliche Schnellladestationen erforderlich. Entlang der Autobahnen erfolgt dies zunehmend an den Raststätten, in der Stadt kann dies durch Supermärkte, sonstige Einzelhandels- oder gewerbliche Betriebe mit Kundenfrequenz geschehen – aber auch die öffentliche Hand sollte einen Beitrag leisten. Einen von uns vorgeschlagenen Förderantrag zur Einrichtung weiterer öffentlicher Ladesäulen im Stadtgebiet hat badenova in Abstimmung mit der Stadt soeben beim Bundesverkehrsministerium eingereicht. Das darüber hinaus von grüner Seite eingeforderte stadtweite Elektromobilitätskonzept will die Stadtverwaltung im kommenden Jahr angehen und dazu auch Bundesfördermittel beantragen.

Es tut sich also was in Sachen Elektromobilität, das Jahr 2018 wird wichtige Weichenstellungen bringen.

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