Das Rettungszentrum soll neben der Feuerwache an der Eschholzstrasse gebaut werden.

„Wir erwarten, dass die nötigen Mittel für eine zügige Realisierung des Rettungszentrums im nächsten Haushalt stehen.“

Die Unterbringung der verschiedenen Rettungsdienste in Freiburg ist teilweise sehr schlecht – ein neues Rettungszentrum neben der Hauptfeuerwache ist eine gute Lösung für die engagierten Ehrenamtlichen. Stadtrat Timothy Simms freut sich in seiner Rede, dass mit dem Bebauungsplan ein weiterer wichtiger Schritt gemacht wurde und mahnt den nächsten Schritt an: „Wir erwarten, dass die nötigen Mittel für eine zügige Realisierung des Rettungszentrums im nächsten Haushalt stehen.“

Rede von Stadtrat Timothy Simms zu TOP 12 der Gemeinderatssitzung vom 2.10.2018: Bebauungsplan Feuerwache/Rettungszentrum

Sehr geehrter Oberbürgermeister Horn,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Breiter,
sehr geehrter Leitender Branddirektor Hohloch,
sehr geehrter Vertreterinnen von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine Damen und Herren,

Stadtrat Timothy Simms

Stadtrat Timothy Simms (Bild: Britt Schilling)

Max Weber wird oft verkürzt zitiert, in Gänze lautet das berühmte Zitat aus Politik als Beruf: „Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“

Das langsame Bohren harter Bretter leuchtet unmittelbar ein, wenn es um das Rettungszentrum geht. 2011 hatte ich eine erste Begehung mit Bürger*innen vor Ort, die über die Lärm- und Lichtbelastung klagten und große Sorgen hatten, dass sich die Situation durch ein Rettungszentrum sich verschärfen würde. 2012 gab es einen Ortstermin in der Schönauer Str., bei dem die Rettungsdienste ihre Raumnot und teilweise unmögliche Unterbringungssituation vor Augen führten – einige hier im Haus waren ja dabei, Renate Buchen zum Beispiel. In Folge Mediationen, Planungen, Planungsänderungen. Eine lange Geschichte, die nun mit dem Satzungsbeschluss einen wichtigen ersten Abschluss findet.

„Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“ Der Duden versteht unter Augenmaß die „Fähigkeit, in angemessener Weise zu handeln; Besonnenheit, Umsicht“. Wenn wir heute den Bebauungsplan beschliessen, dann beschliessen wir eine Planung, die dieses Augenmass auszeichnet. Ein realistisches Projekt. Ein Projekt, dass im Zuge des langsamen Bohrens besser geworden ist. Besser für die Anwohnerinnen, weil viel dafür getan wurde, Emissionen zu vermeiden. Besser für die Nutzerinnen, weil das Rettungszentrum im Zuge der Planung nochmals besser wurde.

„Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“ Leidenschaft! Leidenschaft und Begeisterung ist die Basis ehrenamtlichen Engagements. Am Samstag haben sich die Rettungsdienste in der Innenstadt präsentiert. Ich war begeistert – wie jeder große Junge natürlich von den Fahrzeugen und der ganzen technischen Ausrüstung. Aber auch begeistert davon, wieviele Menschen da Werbung für ihr Ehrenamt machen und andere begeistern wollen mitzutun. Und ich bin froh, dass wir als Stadt, wir als Gemeinderat nun einen weiteren Schritt gehen, um bessere Bedingungen für dieses Ehrenamt zu schaffen. Bessere Bedingungen, die allen Bürgerinnen und Bürgern Freiburgs zugute kommen, weil sich dadurch auch einiges an den Abläufen verbessern wird und im Falle des Falles die Retter schneller vor Ort sind.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken für alle in Feuerwehr und Rettungsdiensten und natürlich auch in der Stadtverwaltung, die in den letzten Jahren die harten Bretter gebohrt haben, mit Leidenschaft und Augenmaß. Unsere Fraktion stimmt der Vorlage aus Überzeugung zu und wir erwarten, dass die nötigen Mittel für eine zügige Realisierung des Rettungszentrums im nächsten Haushalt stehen.

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