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Kommunale Klimapartnerschaft mit einer Gemeinde in Peru

Die Informationsstelle Peru e.V. hat sich in einem Schreiben an den Oberbürgermeister Martin Horn gewandt. In dem Schreiben wird eine Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Megantoni in Peru vorgeschlagen. Die Region ist durch negative Umweltauswirkungen durch vermehrter Gasförderung und durch die Abholzung von Regenwald bedroht. Wir Grünen fordern den Oberbürgermeister auf, den Vorschlag wohlwollend zu prüfen und die Ergebnisse dem Gemeinderat zeitnah vorzulegen.

Brief an Oberbürgermeister Horn vom 07.02.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,
die Fraktionen des Freiburger Gemeinderates erhielten heute nachfolgendes Schreiben der Informationsstelle Peru.

Darin wird Bezug genommen auf deren Schreiben an den Freiburger Oberbürgermeister vom 7.2.2019, mit dem um die Prüfung einer kommunalen Klimapartnerschaft Freiburgs mit einer peruanischen Gemeinde im Amazonasgebiet gebeten wird (siehe Anlage).

Fraktionsvorsitzende Maria Viethen

Fraktionsvorsitzende Maria Viethen (Bild: Britt Schilling)

Die anhaltende Klimaerhitzung mit ihren bedrohlichen Folgen für Mensch und Umwelt ist ein globales Problem, das vielfach jedoch in besonderem Ausmaß wirtschaftlich ärmere Menschen und Regionen betrifft – die oft am wenigsten für die Hauptursache des Klimawandels, d.h. den bisherigen und andauernden übermäßigen Ausstoß des Treibhausgases CO2, verantwortlich sind. Weil gerade der Schutz des Regenwaldes mit seiner herausragenden Bedeutung für das Weltklima wie auch die Zukunftssicherung vor allem seiner indigenen Bevölkerung eine globale Verpflichtung – insbesondere der CO2-Hauptverursacher – darstellen, können solche Klimapartnerschaften zwischen reichen Städten der Industrieländer und wirtschaftlich armen Gemeinden oder Regionen der Regenwaldgebiete einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen die Erderwärmung und für eine gerechtere Welt leisten.

Wie im Schreiben der Informationsstelle Peru dargelegt, ist die Region um Megantoni durch negative Umweltauswirkungen vermehrter Gasförderung und durch die Abholzung von Regenwald bedroht. Ansätze für alternative Perspektiven zur Entwicklung einer ökologischen Modellregion sind vorhanden, was auch die Förderung erneuerbarer Energien beinhaltet, bedürfen jedoch der Unterstützung – beispielsweise durch einen Klimapartnerschaft mit der Stadt Freiburg.

Stadtrat Eckart Friebis

Stadtrat Eckart Friebis (Bild: Britt Schilling)

In Deutschland gibt es bereits mehrere Dutzend solcher Klimapartnerschaften, die auch von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützt werden. Bei der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ (siehe Anlage) liegen offenbar schon reichhaltige Erfahrungen mit solchen Partnerschaften, konkreten Zielsetzungen und geeigneten Umsetzungsstrategien vor, die bei den weiteren Überlegungen für ein solches Partnerschaftsprojekt sehr hilfreich sein könnten.

Wir wären Ihnen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, deshalb äußerst dankbar, wenn Sie die Vorschläge der Informationsstelle Peru für eine solche Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Freiburg und beispielsweise der genannten Gemeinde Megantoni bzw. der Region Cuzco konstruktiv und wohlwollend prüfen und den gemeinderätlichen Gremien die Ergebnisse zeitnah darstellen könnten. Ein frühzeitiger direkter Austausch der Stadt Freiburg mit den AntragstellerInnen und deren Partnerorganisationen zur Klärung vermutlich noch mancher auf einem solchen Weg liegender Hürden hielten wir für sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Fraktion B’90/DIE GRÜNEN

gez. Maria Viethen
Fraktionsvorsitzende

Eckart Friebis
Fraktionsgeschäftsführer
Stadtrat

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