„Zukunftsprozess Fessenheim als regionales Projekt begreifen!“

Beschlossen wurde am Dienstag im Rahmen einer Drucksache zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch die Beteiligung der Stadt Freiburg am Zukunftsprozess Fessenheim. „Es ist  richtig, dass wir uns als Region zusammenschließen, Ideen und Projekte umsetzen, um den Menschen nach Abschalten von Fessenheim eine wirtschaftliche Perspektive zu geben.“, so stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nadyne Saint-Cast in ihrer Rede (Zum Tagesordnungspunkt wurde aus Zeitgründen nicht geredet, wir dokumentieren hier den vorbereiteten Redebeitrag).

Rede von Stadträtin Nadyne Saint-Cast zu TOP 4 der Gemeinderatssitzung am 12.11.2019: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (Drucksache G-19/158)

Sehr geehrter Oberbürgermeister Horn,
sehr geehrte Damen und Herren,

mit der heutigen Drucksache bekommen wir eine Übersicht im die Vielfalt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hier in der Region.

Nadyne Saint-Cast
Bild: Britt Schilling

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bietet enorme Chancen, um Europa im Alltag erlebbar und erfahrbar zu machen. Sie bietet die Chance, um Hürden abzubauen und Menschen zusammenzubringen: Z.B. in Form von grenzüberschreitendem Infrastrukturausbau- die Bahnverbindung Colmar-Breisach muss kommen- Zusammenarbeit von Schule und Hochschule.  

Wir haben hier in der Region die Chance, den Menschen zu zeigen, welche Vorteile eine europäische Zusammenarbeit haben kann. Damit grenzüberschreitende Zusammenarbeit aber nicht in Gremien und Institutionen aufhört, sondern diese auch mit Inhalt gefüllt werden- braucht es konkrete Projekte. Es ist gut, dass wir heute beschließen, dass wir uns 

  1. an einer Geschäftsstelle für den Eurodistrikt, einer Gesellschaft beteiligen 
  2. die Beteiligung an einer Gesellschaft, die sich um den Post-Fessenheim-Prozess kümmert und hier als Region Ideen und Projekte entwickelt, wie für die ohnehin strukturschwache Region Elsass nach Wegfall des AKW 
  3. Dass wir das trinationale Hochschulnetzwerk EUCOR weiter unterstützen.

Hervorheben möchte ich das konkrete Projekt Post-Fessenheim. Angesichts dessen, dass wir das AKW und seine Gefahren zu Recht als ein regionales Thema und Gefahr begreifen, sollten wir dies auch beim Zukunftsprozess Fessenheim tun. Wir sollten es als gesamtregionale Verantwortung begreifen, den Menschen in der strukturschwachen Region Fessenheim auch nach dem Abschalten des AKW hinaus eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten. Daher ist es absolut richtig, dass wir uns als Region zusammenschließen, Ideen und Projekte umsetzen, um den Menschen nach Abschalten von Fessenheim eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. 

Eurodistrikt: Gut, dass das bisher eher lose Netzwerk eine Struktur mit einer Rechtsform, einer Geschäftsstelle und einem Budget bekommt. Das ist die Voraussetzung, um INTERREG-Gelder zu beantragen und konkrete Austauschprojekte durchzuführen. Wichtig: Der Eurodistrikt sollte sich schnell konkreten Projekten zuwenden, um die Struktur mit Inhalt und Leben zu füllen. 

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