Hilf mit – Kauf regional!

Durch das Coronavirus ist mittlerweile das öffentliche Leben weitgehend zum Stillstand gekommen. Schon seit mehreren Wochen stellt uns die aktuelle Situation vor große Herausforderungen. Um auch nach der Krise das eigene Lieblingslokal, den Laden von nebenan oder das gemütliche Café in der Nachbarschaft besuchen zu können, ist jede*r einzelne von uns gefragt. Wie wir selbst in Zeiten der Kontaktsperre aktiv werden können, möchten wir mit einigen Beispielen zeigen.

Auf allen politischen Ebenen wird aktuell mit Hochdruck gearbeitet, um die Auswirkungen der Coronakrise möglichst gering zu halten. Die bereits auf Bundes- wie Landesebene zugesicherten Hilfsprogramme sind erste Rettungsanker. Doch die Unterstützung greift nicht oder nur unzulänglich, wenn nicht auch jede*r einzelne von uns einen (kleinen) Beitrag leistet und unseren lokalen Handel unterstützt. Das ist zurzeit zwar eingeschränkt, aber niederschwellig gut möglich, da sich binnen kürzester Zeit in und um Freiburg ein großes solidarisches Netzwerk aufgebaut hat. Zahlreiche Projekte der Nachbarschaftshilfe, zusätzliche psychologische Hilfsangebote, aber auch lokale Unterstützungsoffensiven, z.B. für die Kulturszene und die Landwirtschaft, machen Mut. Daraus entspringen mittlerweile auch viele Möglichkeiten, das Lieblingsrestaurant, die Cafés oder den kleinen Laden um die Ecke selbst in diesen Zeiten finanziell zu unterstützen.

Was kann ich konkret tun?

1. Kauf Waren weiterhin vor Ort:

Onlinebestellungen über Amazon und Co. treffen den lokalen Einzelhandel jetzt noch stärker als zuvor. Dabei bieten auch immer mehr Freiburger Geschäfte Onlineshops an. Gute und aktuelle Übersichten regionaler Angebote (inkl. Lieferdienste von Restaurants und Dienstleistungsbetrieben) bieten u.a. das Netzwerk Südbaden, z’Friburg oder die Badische Zeitung.

2. Kauf regionale Lebensmittel:

Während die großen Supermärkte aktuell umsatzstarke Wochen verzeichnen, leiden die regionale Landwirtschaft und kleinere Lebensmittelläden. Hier kann jede*r aktiv werden durch:

  • Einkäufe auf den Freiburger Wochenmärkten: Mindestens einmal in der Woche finden – auch aktuell – in den Stadtteilen Wochenmärkte statt, auf denen regionale Anbieter und Höfe mit frischen Waren vor Ort sind. Zurzeit verzeichnen die Märkte starke Verluste, dabei ist das Ansteckungsrisiko an der frischen Luft weitaus geringer als im geschlossenen Supermarkt.
  • Regionale Gemüse- und Obstkisten: Obst und Gemüse kann von lokalen Höfen über sog. Gemüse- und Obstkisten bezogen werden. Dabei bringen die Anbieter frische, regionale Lebensmittel regelmäßig (meist einmal in der Woche) direkt vor die eigene Haustür. Für die Region Freiburg sind das z.B. die Obstkiste Freiburg, die Regionalwert Frischekiste, die Distelkiste oder Gemüse im Abo
  • Onlinebestellungen bei lokalen (Hof-)Läden: Einige lokale Lebensmittelläden bieten auch Lieferdienste an, z.B. Die Blume Freiburg. Regionale Lebensmittel kann man aber auch bei dem Marktschwärmer bestellen.
3. Unterstütze durch Gutscheine:

Ob Gastronomie oder der Lieblingsladen von nebenan: Über die Seite Lokalmatador lassen sich Gutscheine für diverse Freiburger Geschäfte und Einrichtungen erwerben. Die Gutscheine können nach der Krise eingelöst werden und aktuell helfen, laufende Kosten zu finanzieren und lokale Läden vor der Insolvenz zu bewahren.

4. Lass Dir Dein Lieblingsessen nach Hause liefern:

Vor über einer Woche mussten auch alle gastronomischen Betriebe schließen. Erlaubt ist es seither nur noch, Essen auszuliefern oder zur Abholung anzubieten. Viele Restaurants bieten daher mittlerweile auch Lieferdienste an. Vielleicht ist auch Euer Lieblingsrestaurant dabei? Eine gute Übersicht gibt es z.B. auf der Seite der Badischen Zeitung.

5. Hilf bei der Ernte:

Der regionalen Landwirtschaft fehlt es aktuell massiv an Erntehelfer*innen. Auch hierfür sind zahlreiche Vernetzungsplattformen entstanden, z.B. auf Facebook (Ernteretter und Erntehelfer Deutschland) oder über folgende Seiten:

6. Unterstütze Deine Sport- und Kultureinrichtungen Online:

Viele Sportstudios, Yogazentren, Tanzschulen, Vereine und Kultureinrichtungen bieten gerade kreative Online-Formate und Onlinekurse an. Es lohnt sich daher aktuell die Webseiten Deiner Lieblingseinrichtungen aufzusuchen und somit auch in der aktuellen Situation in Kontakt zu bleiben!

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