Kinder, Kinder

Artikel von B90/Grüne im Amtsblatt vom 15.01.2016

Freiburg wächst und die Kinderbetreuung wächst mit. Der 10.000. Kitaplatz wurde vor kurzem in der AWO-Kita Norsinger Weg in Weingarten eingerichtet. Dafür wird in Freiburg auch eine Menge investiert: 92 Millionen Euro sind allein 2015 in die Kinderbetreuung geflossen – fast dreimal so viel wie vor zehn Jahren! Dem stehen Einnahmen aus Eltern- und Trägerbeiträgen sowie Landesmitteln gegenüber. Einen deutlichen Sprung gab es bei den Einnahmen zwischen 2012 und 2013, als die Landesregierung die Mittel für die Kinderbetreuung erhöht hat. Zwei Drittel der Betriebsausgaben werden seitdem vom Land übernommen. Das entlastet die Kommunen enorm. Deshalb ist klar: Wir bauen die Kinderbetreuung weiter aus. Die Kinderzahlen werden in Freiburg auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen – die Prognosen sind eindeutig.

Unter-Dreijährige

Bei den Einrichtungen für die frühkindliche Bildung und Betreuung der Unter-Dreijährigen gab es innerhalb der letzten zehn Jahre eine Steigerung der Fördermittel von 0,6 Mio. Euro auf über 30 Mio. – das ist fünfzig Mal so viel wie 2005! Hier spiegeln sich die Anstrengungen der letzten Jahre zur Schaffung zusätzlicher Plätze für frühkindliche Bildung und Betreuung wider. Unser Ziel war eine Versorgungsquote von 50 % für Kinder unter drei Jahren. Eine Punktlandung wurde nur deshalb nicht erreicht, weil in Freiburg mehr Kinder als erwartet geboren werden – zum Glück! Die Quote liegt derzeit bei 45 Prozent, und es wird weiter kräftig ausgebaut.

Flüchtlingskinder

Rund 40% der Flüchtlinge in Freiburg sind Kinder und Jugendliche. Nach Entwurzelung und Flucht müssen sie sich hier auf eine unbekannte Welt einlassen. Wir helfen ihnen dabei, in unseren Kitas und Schulen eine neue Heimat zu finden.

Seit dem Kindergartenjahr 2015/16 ermöglicht das Land im Rahmen des SPATZ-Programms (Sprachförderung in Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) spielerischen Spracherwerb und Eltern-Kind-Programme speziell für Flüchtlingskinder und ihre Familien. Die Richtlinien wurden jetzt flexibilisiert, neu ankommende Flüchtlingskinder können umgehend Sprachförderung in Kitas, Mütterzentren, Kinder- und Familienzentren erhalten. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen den Fachkräften, sich den Kindern in kleinen Gruppen intensiv zuzuwenden. Sprachförderung kann so zu einem wichtigen Element zur Integration der gesamten Familie werden.

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