Der Stadttunnel kommt!

Artikel von B90/Grüne im Amtsblatt vom 23.03.2016

Foto: Helmut Thoma

… oder besser: am Anfang! Das abgebildete westliche Ende des Schützenallee-Tunnels markiert gleichzeitig den östlichen Anfang des künftigen Stadttunnels, dessen Planung samt oberirdischen Folgewirkungen jetzt in eine entscheidende Phase tritt.

Seit 16. März hat das Warten und Bangen ein Ende: Der Stadttunnel – mit geschätzten 325 Millionen Euro Kosten Freiburgs wohl teuerstes (und seit Jahrzehnten bedeutendstes??) Bauprojekt – hat die entscheidende Hürde genommen und ist in den „vordringlichen Bedarf“ des Entwurfs für den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Dies ist die höchste Dringlichkeitsstufe für Bundesfernstraßen.

Auch wenn bis zum ersten Spatenstich noch etliche Jahre ins Land gehen dürften, wird es jetzt dennoch ernst: Die bisher nur recht vage Planung tritt in ihr konkretes, entscheidendes Stadium – und da gibt es, zurückhaltend gesagt, noch viel zu tun. Die knapp zwei Kilometer lange heutige Verkehrsschneise zwischen Kronenbrücke und Maria-Hilf-Kirche wird durch den Stadttunnel um mehr als zwei Drittel vom Straßenverkehr (und fast komplett von LKWs) entlastet, und damit von Lärm, Abgasen, Erschütterungen und Unfallgefahren. Eine Riesenchance für Freiburg zugunsten eines großartigen verkehrsberuhigten städtischen Raums mit Aufenthaltsqualität, zur Hälfte von der Dreisam durchflossen, an den man hohe Erwartungen haben darf …

Weil für uns GRÜNE die positiven – v.a. ökologischen, städtebaulichen, stadträumlichen und verkehrlichen – Effekte mögliche Risiken deutlich überwiegen, haben wir uns immer für den Stadttunnel stark gemacht, und hoffen nun, dass auch die bisherigen vereinzelten Tunnel-Gegner sich an der Optimierung der Plankonzeption beteiligen. Denn eines ist klar: Am Ende muss sich die Gesamtsituation für die direkten AnwohnerInnen sowie für die ganze Stadt Freiburg signifikant verbessert haben – damit dann alle sagen können: Dieser riesige Kraftakt hat sich gelohnt!

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