Grüne und CDU bringen Neubau für ArTik ins Spiel

Pressemitteilung von B90/Grüne vom 16.06.2016

Statt nutzungseingeschränkter Zwischenlösung im ADAC-Gebäude kann es nachhaltiger sein, in ein passendes neues Haus für ArTik zu investieren.

Bislang wurden für einen neuen Standort für ArTik nur bestehende Gebäude geprüft – ohne eine befriedigende Alternative. Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU schlagen nun vor, neben der kontinuierlich weiterlaufenden Suche bei bestehenden Liegenschaften auch einen Neubau zu prüfen. Die Gesamtkosten (ca. 900.000 € Umbau plus Mietkosten) für die Nutzung des ADAC-Gebäudes liegen bei 1,5 bzw. 2,0 Millionen Euro – bei 5- bzw. 10-jähriger Nutzung. Für eine solche Summe ließe sich auch ein Neubau realisieren. Das neue Theaterhaus „Südufer“ beispielsweise kostete in etwa so viel wie der veranschlagte Umbau des alten ADAC-Gebäudes.

„Es geht nicht darum, dass wir kein Geld für ArTik locker machen wollen, im Gegenteil: Wir wollen eine möglichst gute Lösung für ArTik, und das kann auch ein Neubau sein“, so Timothy Simms (Grüne). „Es muss darum gehen, Räume zu finden, die für das ArTik nutzbar sind, nicht darum, das ArTik für bestimmte Räume passend zu machen“, so Carolin Jenkner (CDU). Eine immer weitere Einschränkung der geplanten Nutzung im ADAC-Gebäude sei dagegen nicht zielführend. Auch das Schönrechnen oder Infragestellen der von der Freiburger Stadtbau (FSB) ermittelten Kosten ändern nichts daran, dass das ADAC-Gebäude bestimmte Nutzungen kaum zulässt. Dazu gehören auch Clubabende und Konzerte, denn Musik ist originärer Bestandteil jeder Jugendkultur.

„Es geht auch um einen verantwortungsvollen Umgang mit den städtischen Mitteln: Statt in eine zeitlich begrenzte Nutzung viel Geld zu investieren, ist es nachhaltiger in einen funktional besser nutzbaren und langfristig zur Verfügung stehenden Neubau zu investieren“, so Carolin Jenkner. Zudem könnten – so hoffen Jenkner und Simms – in einem Neubau eventuell weitere dringend benötigte Räume, z.B. Proberäume für Bands, untergebracht werden.

Großes Verständnis haben die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU, dass ArTik eine möglichst schnelle Lösung anstrebt. „Ein Neubau braucht sicherlich einen längeren Atem. Wir setzen aber großes Vertrauen in ArTik, diesen Atem zu haben“, so Timothy Simms. Auch dem Einzug in die Unterführung am Siegesdenkmal seien eineinhalb Jahre vorausgegangen. Die Planung eines neuen Hauses sei eine einmalige Gelegenheit. Als mögliches Grundstück halten die beiden Stadtratsmitglieder die Fläche neben der Blauen Brücke gegenüber der Radstation mobilé für geeignet. Dieses sollte nun rasch geprüft werden.

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