Basler Strasse 2, in dem sechsstöckigen Gebäude ist das Amt für öffentliche Ordnung

Das Gebäude des Amtes für öffentliche Ordnung in der Basler Str. wird zur Finanzierung des Neuen Rathauses verkauft. (Bild: Timothy Simms)

Vermarktungskonzept Basler Str. 2

Artikel von B90/Grüne im Amtsblatt vom 15.07.2016

Im Zuge der Verwaltungskonzentration im Neuen Rathaus im Stühlinger sollen das Amt für Öffentliche Ordnung (AfÖ) und das Bürgeramt, derzeit noch im markanten Eckgebäude Basler-/Günterstalstraße gegenüber der Johanneskirche beheimatet, schon im April nächsten Jahres umziehen.

Die Erlöse aus dem Verkauf dieser Liegenschaft sind ein wesentlicher Finanzierungsbaustein für das Neue Rathaus. Die dem Gemeinderat von der Verwaltung vorgelegte Ausschreibung mit einem Mindestgebot von fünf Millionen Euro sieht drei Optionen für interessierte Bieter vor: Bestandserhalt ohne Nutzungsänderung, Bestandserhalt mit Nutzungsänderung oder Abriss und Neubebauung.

Auf grüne Initiative wurde nun mittels eines interfraktionellen Änderungsantrages beschlossen, dass Bewerber mit einem Konzept zum Erhalt des Gebäudeensembles ohne Nutzungsänderung jeweils die höchstmögliche Punktezahl in zwei von sechs Bewertungskategorien erhalten.

Chance auf Erhalt des „AfÖ“-Gebäudes

Denn wir GRÜNEN meinen, dass dieses stadtbildprägende Gebäude mit seiner markanten geschwungenen Fassade und erhaltenswerter Bausubstanz nicht ohne Not dem Abriss preisgegeben werden sollte. Zumal auch ungewiss ist, ob ein potenzieller Neubau dieselben architektonischen und stadträumlichen Qualitäten bieten würde. Eine nahtlose Weiternutzung als Bürogebäude würde zudem eine jahrelange Großbaustelle infolge Abriss und Neubau samt entsprechendem Verkehrschaos vermeiden – angesichts der ohnehin bestehenden Belastungen im Umfeld dieses Verkehrsknotenpunktes ein nicht unwesentlicher Aspekt. Auch zusätzliche PKW-Stellplätze wären bei dieser Variante nicht erforderlich, im Gegensatz zu einer Nutzungsänderung oder gar zu einem Neubau, der vermutlich eine zweigeschossige Tiefgarage mit Millionenaufwand erfordern würde.

Generell wünscht der Gemeinderat eine publikumsintensive öffentliche Nachfolgenutzung an diesem hervorragend vom ÖPNV erschlossenen Standort und eine Erhaltung der Postfiliale – aber auch den Ausschluss einer Hotelnutzung. Jetzt sind wir gespannt auf die eingehenden Angebote und hoffen, dass eine Bewerbung zum Zuge kommt, die das Bestandsgebäude erhält und wieder mit einer passenden öffentlichen Nutzung belegt.

Die Erlöse aus dem Verkauf dieser Liegenschaft sind ein wesentlicher Finanzierungsbaustein für das Neue Rathaus. Die dem Gemeinderat von der Verwaltung vorgelegte Ausschreibung mit einem Mindestgebot von fünf Millionen Euro sieht drei Optionen für interessierte Bieter vor: Bestandserhalt ohne Nutzungsänderung, Bestandserhalt mit Nutzungsänderung oder Abriss und Neubebauung.

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