Dietenbach: Klimaneutralität muss Ziel bleiben

Artikel im Amtsblatt vom 7.4.2017

Einen großen Schritt Richtung neuer Stadtteil hat der Freiburger Gemeinderat mit der Verabschiedung des Auslobungstextes für den städtebaulichen Wettbewerb getan. Der neue Stadtteil soll mindestens 5000 Wohnungen für rund 12.000 Bewohner schaffen. Angeschlossen wird der Stadtteil durch die Verlängerung der Stadtbahn Rieselfeld. Auf Anregung der Grünen Fraktion wurde nun beschlossen, den Platz für eine Weiterführung der Stadtbahnlinie über den neuen Stadtteil hinaus freizuhalten. Denn wer heute einen Stadtteilplant, muss in Jahrzehnten denken. Nachhaltige Stadtplanung muss sich daher solche Optionen offen halten und den weiteren Ausbau des Stadtbahnnetzes mitdenken.

Stadtrat David Vaulont (Bild: Britt Schilling)

Nicht nachhaltig wäre es beim neuen Stadtteil Abstriche beim Klimaschutz zu machen. Der Klimawandel ist eine Tatsache und die Staatengemeinschaft hat nicht umsonst in Paris Maßnahmen beschlossen, um diese Herausforderung anzugehen. Gerade Deutschland als wohlhabendes Land ist hier gefordert. Selbst die schwarzrote Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzplan 2050 das Ziel ausgegeben, bis 2050 einen „nahezu klimaneutralen Gebäudebestand“ zu schaffen. Auch Freiburg hat sich Klimaziele gesetzt, die ohne einen klimaneutralen Stadtteil Dietenbach nicht erreichbar sind.

Wenig Verständnis haben die Grünen Stadträtinnen daher dafür, das Ziel eines klimaneutralen Stadtteils gegenüber anderen Zielen hintanzustellen – wie von CDU, SPD, JPG, Freien Wählern und FDP beantragt und mehrheitlich beschlossen. „Bemerkenswert, dass nun einzelne die Vorgaben zur Klimaneutralität wohl aufweichen wollen, sind sie doch auf Bundesebene an einer Regierung beteiligt, die die Errichtung von klimaneutralen Gebäuden als Ziel ausgibt.“, so Stadtrat David Vaulont.

Hier gehts zur vollständigen Rede von David Vaulont

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