Antrag

Mehr Taubenhäuser!

einreicht am

29. Juni 2021

beschlossen am

29. Juni 2021

Tauben in der Stadt
Tauben gehören zu Freiburg wie die Bächle.

Im März haben wir ein Stadttaubenkonzept beantragt. Diese liegt nun vor. Wir sehen aber Änderungsbedarf: Es braucht mehr Taubenschläge, um die gesamte Population gut zu versorgen. Denn so unsere Stadträtin Vanessa Carboni: „Mehr Taubenhäuser ist ein Win-Win für alle: Artgerechte Fütterung, gesunde Populationskontrolle und eine saubere Stadt. Tierschutz mit Erfolg!“

Änderungsantrag zu TOP 11: Freiburger Stadttaubenkonzept (G-21/109)

die unterzeichnenden Fraktionen beantragen folgende Ergänzung als neuen Punkt 2 des Beschlussantrages (G-21/109):

Ziffer 2 neu:

Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, das Taubenkonzept mit folgender Zielsetzung bis Ende 2021 zu überarbeiten:

  • Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, an welchen Orten die Errichtung weiterer Taubenschläge zielführend und mit welchen Kosten Errichtung und Betrieb durch die ASF verbunden wäre. Soweit sinnvoll soll dabei auch eine Ausweitung des Beschäftigungsprojekts zum Taubenschlag Weingarten geprüft werden. Bei der Standortsuche für neue Taubenschläge sollen Tier- bzw. Taubenschutzinitiativen eingebunden werden.
  • Der Gemeinderat empfiehlt dem Oberbürgermeister, nach der Entscheidung über weitere Taubenschläge gezielt für diese Standorte mit hoher Taubenpopulation Ausnahmegenehmigungen vom Fütterungsverbot an im Tierschutz tätige Personen zu erteilen.
  • Im ersten Quartal 2022 soll das insoweit überarbeitete Konzept dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die bisherige Ziffer 2 wird zur Ziffer 3

Begründung:

Die Verwaltung schätzt, dass 1000-1500 Tauben in Freiburg ansässig sind. Es liegt deshalb auf der Hand, dass die bestehenden drei Taubenschläge sowie der geplante Taubenschlag im Schwabentor nicht ausreichend für die Versorgung aller Tauben sein können. 

Taubenschläge sind eine Win-Win-Situation für alle: Die Tiere können dort artgerecht gefüttert werden. Und durch die hohe Standorttreue der Tauben, nehmen die Konflikte durch Verunreinigung mit Kot deutlich ab. Auch teure Vergrämungsmaßnahmen können reduziert werden. Gleichzeitig kann durch den Austausch der Eier eine effektive Populationskontrolle und -reduzierung erfolgen, welche bei wildbrütenden Tauben nicht gewährleistet werden kann. 

Stadträtin Vanessa Carboni (Bild: Britt Schilling)

Mehr Taubenhäuser ist ein Win-Win für alle: Artgerechte Fütterung, gesunde Populationskontrolle und eine saubere Stadt. Tierschutz mit Erfolg! 

Die Einführung weiterer Taubenschläge sollte gezielt von Ausnahmegenehmigungen begleitet werden, die eine artgerechte Fütterung der Tauben an den entsprechenden Orten bezwecken und die an im Tierschutz tätige Einzelpersonen ausgestellt werden. Eine artgerechte Fütterung gewährleistet einen festen Kot der Tauben und beugt damit Verunreinigungen vor. Zudem hat das Beispiel Weingarten gezeigt, dass gezielte Ausnahmen vom Fütterungsverbot an „Tauben-Hotspots“ sehr sinnvoll sein können, damit der neue  Taubenschlag von den Tauben gut angenommen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sophie Kessl, stellv. Fraktionsvorsitzende JUPI
Ramon Kathrein, stellv. Fraktionsvorsitzender JUPI

Vanessa Carboni; Stadträtin Bündnis90/Die Grünen
Jan Otto, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen

Lina Wiemer-Cialowicz, Fraktionsvorsitzende Eine Stadt für alle
Emriye Gül, Stadträtin Eine Stadt für alle

Franco Orlando, stellv. Fraktionsvorsitzender FDP/BfF
Christoph Glück, Stadtrat FDP/BfF

Wolf-Dieter Winkler, Stadtrat Freiburg Lebenswert