Harte Kritik an Abschiebung von Freiburger Pflegerin

Freiburger Rathaus
Foto: Timothy Simms

Vollkommen verständnislos zeigt sich die Grüne Ratsfraktion angesichts der Abschiebung von Zoufinar Murad direkt von ihrem Arbeitsplatz im Freiburger Carolusheim. „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass hier eine Frau abgeschoben wird, die in einem wichtigen Beruf wie der Pflege arbeitet, über den wir täglich lesen, wie schwierig es ist, Personal zu gewinnen.“, so Pia Maria Federer, Stadträtin und stellv. Stiftungsratsvorsitzende. Leider handeln die zuständigen von der CDU geführten Ministerien im Land nicht im Geiste des Koalitionsvertrag, der die Maxime „Wer arbeitet und sich integriert hat, soll bleiben dürfen“ festgeschrieben hat.

„Wir fordern das Land auf, hier die Spielräume beim Vollzug von Abschiebungen, der ja Ländersache ist, konsequent zu nutzen.“, so Maria Viethen, Fraktionsvorsitzende. Die Grüne Ratsfraktion hat daher einen interfraktionellen Brief an Justizministerin Gentges initiiert, in dem das Land auch aufgefordert wird, sich dafür einzusetzen, dass Frau Murad möglichst bald wieder einreisen und ihre Beschäftigung hier in Freiburg fortführen kann. Wir bedanken uns bei den Kolleginnen der Fraktionen Eine Stadt für alle, SPD/Kulturliste, JUPI und Freie Wählern, das sie diesen Brief mitgezeichnet haben.

Hier der gemeinsame Brief: