Stadträtin Sophie Schwer (Bild: Britt Schilling)

Dachausbau: Potenziale vorhanden – keine Alternative zu Dietenbach

Wie kann man die Wohnungsknappheit wirksam und möglichst günstig bekämpfen? Neben der Erschließung neuer Baugebiete sollte dabei auch die Innenentwicklung eine Rolle spielen: Flächen effizient nutzen, Bestände modernisieren und nachverdichten. Welche Rolle Dachausbau und -aufstockungen dabei spielen können, hat Stadträtin Sophie Schwer in der Gemeinderatssitzung vom 30.06. beleuchtet.

Auf Initiative des Grünen Stadtrates Eckart Friebis hatte die Stadt vor zwei Jahren einen Förderantrag beim Land Baden-Württemberg für eine Potenzialanalyse zur Aktivierung bislang ungenutzter Dachgeschosse und von Dachaufstockungen sowie für eine/n kommunale/nFlächenmanager/in gestellt. Im Oktober 2018 wurden die Anträge mit einer Gesamtfördersumme von 100.000 € positiv beschieden.

Nun wurde die Potenzialanalsye vorgelegt – eine umfangreiche Pionierstudie, die detailliert die möglichen Potenziale an Dachausbauten und -aufstockungen in Freiburg untersucht. Heraus kommt ein Potenzial von ca. 1.800 bis 3.200 neuer Wohneinheiten, bei einer jährlichen Sanierungsquote von 3% würde das ca. 50-90 neuen Wohneinheiten pro Jahr entsprechen. Das ist nicht nichts, aber bei weitem nicht genug, um den Bedarf in Freiburg zu decken. Zumal ein Potenzial nicht bedeutet, dass die EigentümerInnen auch wirklich ausbauen wollen bzw. können. Der reale Zubau an Wohnungen durch Aus- und Aufbau dürfte also deutlich darunter liegen.

Die Studie bestätigt unsere bisherige Einschätzung, die wir auch beim Bürgerentscheid zu Dietenbach klar vertreten haben: Dachausbau und -aufstockung sind wichtige Bestandteile einer aktiven Innenentwicklung und sollten weiter gefördert werden. Sie können allerdings den Bedarf an Wohnraum bei weitem nicht decken und sind daher eine Ergänzung und keine Alternative zu Dietenbach.

 

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