Im Dezember 2020 hat der Gemeinderat beschlossen in der Karlsruherstrasse Räume umbauen zu lassen und anzumieten für ein Proberaumzentrum. Das Projekt wird jetzt deutlich teurer – deshalb wollen wir nochmals Alternativen prüfen. Mit dem Ziel, dass vielleicht doch eine bessere Lösung gefunden werden kann. Wir setzen uns als Grüne dafür ein, dass mittelfristig eine richtige Musikzentrale entsteht.
Vertagungsantrag Top 12 Baukostensteigerung beim Projekt ‚Bandübungsräume Karlsruher Straße 52‘ und Wiederauflage in der Gemeinderatsitzung am 04.10.2022
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,

Die unterzeichnenden Fraktionen beantragen, den Top 12 Baukostensteigerung beim Projekt ‚Bandübungsräume Karlsruher Straße 52‚ von der Tagungsordnung abzusetzen und in der Gemeinderatsitzung am 04.10.2022 wieder aufzulegen.
Weiter beantragen die unterzeichnenden Fraktionen, bis dahin nochmals weitere Optionen für die Realisierung von Proberäumen, wie zum Beispiel einer modularen Containerlösung oder einer Teilnutzung in einem öffentlichen Bau, zu prüfen und dem Gemeinderat die Ergebnisse dieser Prüfung vorzulegen.

Insbesondere sollen potenzielle Investitionskosten für die Stadt und laufenden Kosten für den/die Betreiber:in hier gegenübergestellt werden.
Begründung:
Die unterzeichnenden Fraktionen freuen sich, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Szene aktiv daran arbeitet, etwas gegen den Mangel an Bandproberäume zu unternehmen. Wir sehen in dieser Vorlage ein klares Bekenntnis der Stadt zu einer lebendigen Pop- und Subkultur, was wir so gerne mittragen.
Die Räumlichkeiten in der Karlsruherstr. sind auch sicherlich geeignet, um hier Proberäume und Tonstudios zu realisieren. Doch angesichts der Investitionskosten von über 2600 Euro pro qm, eines (Kalt)Mietpreises von 4,25 Euro pro qm in den ersten beiden Jahren, der bisherigen Unsicherheiten bezüglich der Nebenkosten und einer unsicheren Entwicklungsperspektive sollte ein solches Engagement gut überlegt sein.
Wir wollen Sie deshalb bitten, nochmals Alternativen auszuloten. Modularen Bandübungsräume bietet beispielsweise das Unternehmen MEOM (www.meom-proberaum- concepte.de) an. Deren Module haben die Maße 3×7 Meter mit einer Höhe von 3 Meter, was eine Spielfläche 18 m2 ergibt. Die Vorteile einer modularen Lösung sind sehr überzeugend: So wären die Proberäume in städtischem Eigentum, es könnten mehr Übungsräume entstehen, die Schaffung eines Begegnungsort für Musiker_innen wäre möglich, Flexibilität sowohl des Standortes (die Proberäume können jederzeit „umziehen“) als auch in der Erweiterung, kurze Bauzeit und vieles mehr.
Weitere Vorteile liegen auf der Hand. Zum einen versprechen solche Lösungen eine Sicherheit für kostengünstige Kulturräume auch über 20 Jahre hinaus. Zweitens lassen sich mit den Mietpreiseinnahmen auch Teile der Investitionskosten refinanzieren. Drittens hätte die Investition einen baulichen Gegenwert in der Bilanz und viertens bleibt so vielleicht eher eine Entwicklungsperspektive für eine Musikzentrale.
Ebenfalls würde uns interessieren, was die Verwaltung damals für Kosten für die Lösung auf dem Grundstück D4 auf dem Güterbahnhofsgelände kalkuliert hatte.
Gez.
Anke Wiedemann, stellv. Fraktionsvorsitzende Grüne Timothy Simms, Stadtrat Grüne
Simon Waldenspuhl stellv. Fraktionsvorsitzender JUPI Sergio Pax. stellv. Fraktionsvorsitzender JUPI
Dr. Johannes Gröger, Fraktionsvorsitzender Freie Wähler
Lina Wiemer-Cialowicz, Fraktionsvorsitzende ESFA Irene Vogel, Stadträtin ESFA
Julien Bender, stellv. Fraktionsvorsitzender SPD-Kulturliste Atai Keller, Stadtrat SPD-Kulturliste
Sascha Fiek, Fraktionsvorsitzender FDP-BFF Christoph Glück, Stadtrat FDP-BFF