Mehr Geld für Umweltfreundliche Mobilität

Beitrag im Amtsblatt vom 29.09.2017

Umweltfreundliche Mobilität

Auch der Dieselskandal hat gezeigt: Es ist noch viel zu tun, um unsere Umwelt und unsere Gesundheit von den negativen Folgen des Verkehrs zu entlasten. Statt einer auf PKW und LKW fixierten Politik brauchen wir mehr umweltfreundliche Mobilität.

Selbst für Freiburg, wo der Umweltverbund aus öffentlichem Nahverkehr, Radfahren und Zufußgehen mit 79%-Anteil am Binnenverkehr bundesweite Spitzenwerte erreicht, gehen die CO2-Emissionen aus dem Verkehrssektor seit Jahren nicht zurück, ja sie steigen tendenziell sogar wieder an – dies zeigt die aktuell vorgelegte lokale Klimabilanz.

Viele Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs und zur Verbesserung des Umweltverbundes benötigen entsprechende Finanzmittel. Deshalb sollten wir möglichst viele Fördermittel aus dem beim zweiten Dieselgipfel in Berlin vereinbarten  Mobilitätsfonds nach Freiburg holen.

Dazu hatten wir Grünen schon im Vorfeld des ersten Dieselgipfels eine Anfrage zum Thema öffentlicher Stromtankstellen in Freiburg gestellt sowie der Verwaltung einige Projekte zur Bewerbung um Fördermittel aus dem eine Milliarde schweren Fonds vorgeschlagen:

  • öffentliches Fahrradverleihsystem
  • öffentliche Stromtankstellen für Elektro-Fahrräder  i.V. mit (evtl. PV-) überdachten Radabstellplätzen an Mobilitätspunkten (ggfs. auch E-Auto-Ladestationen)
  • umweltfreundliche City-Logistik durch E-Cargo-Bikes in Zusammenarbeit mit Wirtschaft/Einzelhandel
  • Radschnellwege ins Umland für PendlerInnen
  • Umwandlung von Autostellplätzen in Radabstellplätze, v.a. in dicht besiedelten Gründerzeitquartieren
  • emissionsfreie Busse bei der VAG

Die Verwaltung hat zugesagt, in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 10. Oktober über die in Berlin beantragten Projekte und das weitere Vorgehen zu berichten. Wir sind gespannt!

SC-Stadion auf gutem Weg

Das Projekt „Neues Stadion“ ist mit der Auswahl eines Siegerentwurfs einen wichtigen Schritt vorangekommen. „Das neue Stadion wird keine langweilige Kiste, sondern ein architektonisch gelungenes Bauwerk“, so Fraktionsvorsitzende Maria Viethen in ihrer Rede. Der Entwurf hat viele starke Seiten: Zahlreiche Stehplätze, eine Einbettung in die Umgebung, die ohne zusätzliche Treppen und Rampen auskommt und so möglichst barrierefrei ist, große Zugangsbereiche an den Ecken. Das gesamte Stadiondach kann mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden. Die Grünen erwarten, dass dies auch geschieht und das neue Stadion ein klimaneutraler Bau wird. Stadtrat David Vaulont hat in einer zweiten Rede das Verhalten der Stadiongegner im Gemeinderat thematisiert.

Siegesdenkmal: Aufregung nicht nachvollziehbar

Für die Grünen ist die aktuelle Aufregung ums Siegesdenkmal nicht nachvollziehbar. Denn die Entscheidungen zur Neuaufstellung bzw. zum Standort vor der Karlskaserne sind bereits 2011 und 2015 mit großer Mehrheit erfolgt. „Natürlich ist das Denkmal ein problematisches Stück Freiburger Geschichte. Aber das bleibt es unabhängig von der Frage, um wieviel Grad es gedreht ist. Viel wichtiger ist, dass das Siegesdenkmal eine Kommentierung durch eine gut sichtbare eigenständige Informationstafel erfährt“, so Stadtrat Timothy Simms in seiner Rede.

Fraktion vor Ort: Brühl-Beurbarung

Am 12. Oktober besucht die Grüne Fraktion den Stadtteil Brühl-Beurbarung. Schwerpunkt wird dabei das Güterbahngelände sein. Den genauen Zeitplan finden Sie demnächst hier.

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