v.l.nr.: Bürgermeister Georg Willi (Innsbruck), Stadträtin Annabelle Kalckreuth, Anna Deparney-Grunenberg MdEP, Oberbürgermeister Martin Horn

„Klimaschutz jetzt: sozial und ökologisch, europäisch und vor Ort“

Zum Neujahrsempfang der Freiburger Grünen in der Wodanhalle waren mit dem Grünen Bürgermeister unserer Partnerstadt Innsbruck und der Grünen Europaabgeordneten Anna Deparney-Grunenberg PolitikerInnen vertreten, die auf inspirierende Art und Weise Grüne Politik in Europa voranbringen.

Das Grusswort unserer Stadträtin Annabelle Kalckreuth  lesen Sie hier:

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste,

auch im Namen der Grünen Gemeinderatsfraktion heiße ich Sie und Euch herzlich willkommen.

Danke an den Kreisverband, dass ihr das Thema dieses Neujahrsempfangs „Klimaschutz jetzt: sozial und ökologisch, europäisch und vor Ort“ mit Gästen besetzt habt, die diese Themen in die Tat umsetzen.

Dieses Jahr feiern die Deutschen Grünen ihren 40. Geburtstag und von „midlife crisis“ keine Spur.

Wir stellen jetzt Bürgermeister*innen, haben Regierungsbeteiligung und sind in den Parlamenten eine ernst zu nehmende Kraft. In den Gemeinderäten Freiburgs und Innsbrucks, sowie im Europäischen Parlament stellen wir kompetente, grosse und dennoch bunt gemischte Fraktionen.

Freiburg hält sich an ein Klima- und Artenschutzmanifest, Frau Von der Leyen möchte den European Green Deal umsetzen, in dem grüne Kernforderungen mit aufgenommen sind.

Was vor wenigen Jahren noch unmöglich schien wird nun Realität:

  • selbst der ADAC steht der Einführung eines Tempolimits nun neutral gegenüber
  • Die DB überlegt eine Rückkehr ins Nachtzuggeschäft
  • in Davos stehen der Klimawandel und dessen Auswirkung an oberster Stelle.

Der stete Tropfen hat den Stein gehöhlt, unsere Themen stehen weit oben auf der politischen Agenda.

Die Herausforderung für uns besteht nun darin, unsere Themen in die Tat umzusetzen und zu zeigen, dass am Ende alle davon profitieren werden.

Im Gemeinderat sind uns dabei leider oft die Hände gebunden

  • wenn wir in unseren Kantinen und Schulmensas regionales Bioessen wollen, dann ist das unglaublich kompliziert, weil wir europaweit ausschreiben müssen
  • wenn wir Geflüchtete im Rahmen des Möglichen aufnehmen wollen dürfen wir nicht – darüber entscheidet „Europa“.

So nah Europa uns hier im Alltag ist, so fern ist es, wenn wir als Kommune darauf Einfluss nehmen wollen.

Die Konsequenz daraus kann dennoch keine Abkehr von Europa sein, es ist viel mehr als das „Bürokratimonster“. Der 31.1.2020 sollte als mahnendes Datum in Erinnerung bleiben.

Wir müssen darauf vertrauen, dass auch im Europäischen Parlament kompetente Mitstreiter und Mitstreiterinnen sitzen, die uns bei der Umsetzung der wichtigen Themen helfen werden.

Es gibt viel zu tun – packen wir es an! Darauf freuen wir uns!

Im Namen der Gemeinderatsfraktion wünsche ich Euch und Ihnen ein frohes neues Jahr – und wer weiß – vielleicht werden es ja die zweiten „Goldenen Zwanziger“!

 

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