Interfraktioneller Antrag zur Zukunft des Crash-Geländes

Interfraktioneller Antrag von B 90/Grüne, SPD, UL und JPG vom 11.08.2015

 

Verwertung der Grundstücke 277 und 277/4 – Crash
hier: Interfraktioneller Antrag nach §34 Abs. 4 GemO zur Tagesordnung des Gemeinderats

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,

im Zuge der Behandlung der Drucksache 15/053 haben sich Stadträte unserer Fraktionen/ Fraktionsgemeinschaften intensiv mit der künftigen Nutzung des Geländes befasst und sich vor Ort ein Bild von den bestehenden Einrichtungen gemacht. Das über 25jährige Bestehen des Crashs, die jugendpolitische Bedeutung der Einrichtung, Ihre abgeschirmte Lage zur Wohnbebauung, bereits von den Betreibern getätigte Investitionen für den Lärmschutz und die innenstadtnahe Lage in unmittelbarer Nähe zum DB-Bahnhof und zum Busbahnhof sprechen für einen Verbleib. Die Verwaltung hat in Folge des weiteren Diskussionsbedarfs die Entscheidung von der Tagesordnung des Gemeinderats genommen. Dies begrüßen wir.

Aus unserer Sicht ist das betroffene Grundstück von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des anliegenden Quartiers. Es handelt sich nicht nur um eines der wenigen bebaubaren städtischen Grundstücke im Bereich des Bahnhofs/der Innenstadt, sondern auch um einen sehr gut eingeführten Standort der Jugendkultur/Subkultur. Mit dem Gründerzentrum Grünhof ist zudem eine wichtige Einrichtung der Kreativwirtschaft in unmittelbarer Nachbarschaft und es besteht die Möglichkeit diese Branche durch eine kluge Entwicklung auf dem Gelände weiterzuentwickeln.

Neben einer Erweiterung der IHK, welche die Verwaltung in der Vorlage vorschlägt, sollten daher auch weitere Alternativen geprüft werden. So wurde in der Badischen Zeitung u.a. von Gesprächen zwischen den Betreibern von Crash/Drifters, dem Gründerzentrum Grünhof und der artik-Initiative berichtet (vgl. www.badische-zeitung.de/freiburg/es-gibt-hoffnung-fuer-das-crash—106138335.html). Inzwischen haben sich die Sprecher/innen der des ArTIK positiv über die Möglichkeit ihrer Zusammenarbeit und eines möglichen räumlichen Zuzugs auf das Crash-Gelände geäußert. Das ArTIK als gefördertes unabhängiges Kunst und Kulturzentrum für junge Menschen muss bekannterweise im März 2016 die Unterführung am Siegesdenkmal verlassen. Eine räumliche Alternative für das ArTIK gestaltet sich äußerst schwierig. Wir sind der Meinung, dass die Verwaltung diese Möglichkeit prüfen sollte.

Da aktuell eine Verlängerung der Mietverträge von Crash/Drifters bis 2025 seitens der Verwaltung in Aussicht gestellt wird, besteht offensichtlich kein Zeitdruck. Die Chance sollte daher ergriffen werden, zu einer städtebaulich überzeugenden und von seiner Nutzungsmischung her stadtgesellschaftlich sinnvollen Lösung für das Gelände zu kommen.

Aus unserer Sicht bietet sich daher für die Nutzung des Geländes nach 2025 ein Beteiligungsverfahren an, das die unterschiedlichen Interessen (IHK, Quartier, Gründerzentrum Grünhof, Crash/Drifters, ArTIK e.V.) berücksichtigt. Dieses Verfahren sollte zügig begonnen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Timothy Simms
stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen

Julia Söhne
stellvertretende Fraktionsvorsitzende
SPD

Atai Keller
stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Fraktionsgemeinschaft UL

Coinneach McCabe
stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Fraktionsgemeinschaft JPG

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