Geburtshaus Freiburg


Geburtshäuser bieten Familien die Möglichkeit, in einer außerklinischen Einrichtung ihr Kind zur Welt zu bringen – selbstbestimmt, interventionsarm und von Hebammen begleitet. Nun haben sich Hebammen in Freiburg zusammengeschlossen, um in Freiburg ein Geburtshaus zu initiieren. Wir haben mit der Initiative gesprochen und gemeinsam mit der CDU, ESFA und FW eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.

Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO zu Sachthemen außerhalb von Sitzungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Nadyne Saint-Cast
Bild: Britt Schilling

Geburtshäuser bieten Familien die Möglichkeit, in einer außerklinischen Einrichtung ihr Kind zur Welt zu bringen – selbstbestimmt, interventionsarm und von Hebammen begleitet. Hier werden Familien durch Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett von einer Hebamme eins zu eins betreut und finden auch nach der Zeit des Wochenbetts eine Plattform, um sich über Themen bezüglich eines beziehungs- und bindungsorientierten Familienlebens zu informieren und mit anderen Eltern auszutauschen. 

Geburtshäuser leisten durch ihren guten Personalschlüssel und den Vertrauensaufbau zwischen Hebammen und Familien einen Beitrag sowohl im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention als auch im integrativen Bereich, beispielsweise in der Arbeit mit besonders jungen Frauen oder Frauen mit Flucht- oder Gewalterfahrung.

Viele Familien wünschen sich eine solche außerklinische Betreuung und Geburt. Auch angesichts der zunehmenden Geburtenrate in Freiburg ist die Nachfrage nach einem Geburtshaus groß. Seit über zwei Jahren hat das letzte Geburtshaus in der Region Freiburg aus damaligem Hebammenmangel geschlossen. Seitdem ist das in SGB V verbriefte Recht der Wahlfreiheit des Geburtsorts in Freiburg sehr eingeschränkt. 

Nun haben sich Hebammen zu einem Trägerverein zusammengeschlossen, um wieder ein Geburtshaus in Freiburg zu gründen. Die Initiative hat nach eigener Aussage geeignete Räumlichkeiten in der Schwarzwaldstraße in Aussicht. Die hohen Umbaukosten stellen jedoch für den Verein eine große Hürde dar.

Mehrere Städte, wie z.B. München, haben ihre Geburtshäuser mit Zuschüssen aus den städtischen Haushalten gefördert. Uns ist bekannt, dass sich der Verein mit seinem Anliegen auch der Stadtverwaltung vorgestellt hat.

Wir bitten daher um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Gibt es im bestehenden Haushalt Möglichkeiten, um den Verein „Geburtshaus Freiburg“ mit einem einmaligen Investitionskostenzuschuss zu unterstützen? In welcher Höhe und mit welcher Zweckbindung wäre dies denkbar?
  • Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung darüber hinaus, den Verein bei der Realisierung des neuen Freiburger Geburtshauses zu unterstützen?

Für die Beantwortung bedanken wir uns bereits vorab.

Mit freundlichen Grüßen

Nadyne Saint-Cast, Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Klaus Schüle, CDU-Fraktion
Irene Vogel, Fraktionsgemeinschaft ESFA
Claudia Feierling, Freie Wähler

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